@charak
terziffer

Manches braucht mehr als 140 Zeichen …

Auf dieser Website ist Platz für das, wofür mein Twitterprofil @charakterziffer nicht ausreicht. Mein Blog ist als Plus zu meinen Tweets gedacht, eben „@cz+“. // Die letzten drei Artikel:

Der Funke in der Fiktion

In meiner Twitterserie „Erfundenes Faktum“ stelle ich wüste Behauptungen auf, erdichte Utopien und lüge wie gedruckt. Allerdings nicht um zu manipulieren, zu spalten oder zu verunsichern (wie es Leute beabsichtigen, die Fake News verbreiten), sondern um zu unterhalten und im besten Fall ein bisschen zum Nachdenken anzuregen.

Das ist nämlich eine Stärke von erdachten Geschichten: Gewohntes anders darzustellen, Gegebenes zu hinterfragen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Was wäre wenn … und wäre das gut? Besser als jetzt? Auffallend viele meiner letzten zehn erfundenen Fakten haben diesmal Corona zum Thema. Das ist nicht überraschend, hat dieses Virus doch unsere Gewohnheiten ganz schön durcheinandergewürfelt. Was, wenn das Testen so normal wird, dass die Wattestäbchen eigene Geschmacksrichtungen bekommen? Wenn Gesetze wirtschaftliche Interessen wegfegen und der Patentschutz für Impfstoffe aufgehoben werden würde?

Fiktionale Geschichten können dazu anregen, sich mit alternativen Wirklichkeiten auseinanderzusetzen. Nicht (nur), um der jetzigen Realität zu entfliehen, sondern um Lösungen für eine freundlichere Zukunft zu finden. Mögen meine Tweets in euch großartige Ideen entfachen – oder euch wenigstens zum Lächeln bringen.

〓 Erfundenes Faktum № 101: Um das Mindesthaltbarkeitsdatum möglichst genau zu berechnen, lassen sich Labore die entsprechenden Lebensmittel regelmäßig per Zeitmaschine aus der Zukunft schicken. (#)

🦷 Erfundenes Faktum № 102: Wegen seiner abrasiven Wirkung eignet sich Zucker (zum Beispiel in Olivenöl eingebettet) wunderbar als Zahnpasta-Ersatz; für empfindliche Zähne besser Puderzucker verwenden. (#)

🎧 Erfundenes Faktum № 103: Wer den linken und rechten Knopf seiner Kopfhörer immer vertauscht, muss nach mehreren Jahren Falschhörens auch mit dauerhafter visueller Desorientierung rechnen.(#)

∫ Erfundenes Faktum № 104: Ab Anfang November sind für die Wattestäbchen in Corona-Testzentren weitere Geschmacksrichtungen vorgesehen: Himbeer, Orange-Minze, Zimtstern und Lebkuchen. (#)

✹ Erfundenes Faktum № 105: Weil Abstands- und Hygieneregeln die Ausbreitung der Pandemie wirksam eindämmen, bildet sich derzeit eine Virus-Mutation, die Menschen vermehrt zu Großdemonstrationen treibt. (#)

⊌ Erfundenes Faktum № 106: Eigentlich spekulieren die Ministerpräsidenten gerade nur deshalb über einen Lockdown vor Weihnachten, damit sich all diejenigen aufraffen, die ihre Geschenke sonst immer erst auf den letzten Drücker besorgen. (#)

💉 Erfundenes Faktum № 107: Laut Europäischem Parlament haben die Pharmafirmen nun bis 15. Februar Zeit, die zugesicherten Impfstoff-Mengen zu liefern (ggf. durch Sublizensierung). Andernfalls werden ihre Patente in Europa ungültig und die Impfstoffe zu öffentlichem Gut erklärt. (#)

∠ Erfundenes Faktum № 108: Wegen seiner schmutzlösenden Wirkung ist Nasenschleim ein besonders wirksames Reinigungmittel. (#)

🐼 Erfundenes Faktum № 109: Vom „Pandaphänomen“ profitieren Tierarten, die schon längst ausgestorben wären, würden wir Menschen sie nicht für besonders niedlich oder glückbringend halten. (#)

🔥 Erfundenes Faktum № 110: Weil auch fiktionale Geschichten „zu Spinnereien verführen“, stufen mehrere Länder seit kurzem Literatur als Gefahrgut ein […] (#)

Diese Twitterserie gibt es übrigens schon seit Dezember 2010. Als Blogeintrag gebündelt habe ich die Folgen 1–16, 17–28, 29–40, 41–50, 51–60, 61–70, 71–80, 81–90, 91–100 und 101–110.

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Der Fuchs hat Ideen!

„Unterhalte dich mit anderen Menschen“, so rät es in meiner Twitterserie der Fuchs der Ballerina. Denn im Gespräch mit anderen tun sich neue Blickwinkel auf, man beschäftigt sich mit anderen Themen und kommt dadurch vielleicht auf frische Ideen.

Ins Gespräch kommen, das ist auch die Grundidee meiner #Fuchs-Serie. Die Tweets sind kurze Dialoge (eigentlich nur die zweite Hälfte davon), in denen sich im besten Fall die Perspektive dreht und die Antwort noch einmal über die (nicht genannte) Frage nachdenken lässt.

Hier die letzten zehn Folgen:

◆ „Öffentliche Empörung scheint nicht konstruktiv“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Aber wenn du einen ungerechten Vorfall siehst und dazu schweigst, unterstützt auch du diese Ungerechtigkeit.“ (#)

💡 „Menschen sind nicht unbedingt wegen ihrer Klugheit berühmt“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Darum sind die Äußerungen einer bekannten Person nicht zwangsläufig schlauer als deine eigenen.“ (#)

➴ „Nimm dir so viel wie du brauchst“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Aber auf keinem Fall mehr.“ (#)

↯ „Sicher gibt es Leute, die dich hassen“, sprach der Fuchs zur Ballerina. „Aber nicht du bist die Ursache für den Hass, sondern die beschränkte Weltsicht dieser Leute.“ (#)

🌸 „Klar kannst du dich über Fehler ärgern“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Vergiss dabei aber nicht, welches großes Glück es ist, dass du deine Kunst derzeit überhaupt vor Publikum aufführen kannst.“ (#)

↯ „Das ist wie beim ‚Überbringer schlechter Nachrichten‘“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Sei nicht wütend auf diejenigen, welche die Einschränkungen beschließen, sondern lieber auf die, derentwegen sie notwendig sind.“ (#)

⏲ „Sei zumindest ehrlich zu dir selbst“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Wenn du sagst ‚Dafür habe ich keine Zeit‘, dann meinst du meistens ‚Das ist mir nicht wichtig genug‘ – und das ist völlig in Ordnung so.“ (#)

◕ „Es freut mich, dass dich dein neues Projekt so fesselt“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Aber bitte gib auf dich Acht: Mach Pausen, bemühe dich um Abwechslung und benutze das Projekt nicht, um wichtige Aufgaben zu ignorieren.“ (#)

⭑ „Natürlich können dich Online-Kommentare ermutigen“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Versuche dich bei deinen Veröffentlichungen aber nicht von diesem Feedback abhängig zu machen.“ (#)

⚗ „Wenn du neue Ideen suchst, dann ändere dein Umfeld“, sprach der #Fuchs zur Ballerina. „Geh raus die Natur, unterhalte dich mit anderen Menschen, mach dir leise Musik an.“ […] (#)

Wer nun Lust auf weitere „ausgefuchste“ Perspektivwechsel hat, der kann gleich weiterlesen. Die anderen Blogeinträge zu dieser Twitterserie:

1. … sprach der #Fuchs zur Ballerina
2. Weisheiten für sensible Künstler
3. Ballerinas Selbstzweifel
4. Ein Fuchs für alle Fälle
5. Pirouetten und andere Probleme
6. Ausgefuchste Antworten
7. Vorgaben hinter sich lassen
8. Die Blöße der Unwissenheit
9. Nicht originell genug?
10. Kunst ohne Publikum

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Elf Faltschritte zum Osterhasen

Nur noch anderthalb Wochen sind es bis Ostern, da wird’s langsam Zeit für ein wenig Osterdeko. Neben den bunten Eiern sind Hasen ein typisches Symbol fürs Osterfest, da könnten wir doch einen aus Papier falten … Die folgende Anleitung zeigt, wie es geht. Allerdings enthält die Figur einige Tücken und ist darum nicht unbedingt für Anfänger geeignet! Mit etwas Origami-Erfahrung und Sorgfalt sind die ungewohnten Faltungen aber zu schaffen.

Man benötigt ein quadratisches Papier. Es sollte nicht zu klein sein, meines hatte 15 cm Kantenlänge.

1a Das Blatt diagonal falten und evtl. mit der Schere zu einem Dreieck halbieren. Falls das Papier sehr dünn und zweifarbig ist (z. B. Rückseite weiß), genügt es, das Blatt ohne schneiden zu falten (weiße Seite innen). Dann sind Innenohren und Schwänzchen des Hasen später weiß – allerdings sind die Papierschichten dicker und das Falten wird schwieriger!

1b Die beiden spitzen Ecken nach innen auf die dritte Ecke falten.

2. Die offenen Kanten auf die Mittellinie falten, so dass eine Drachenform entsteht.

3. Die eben nach innen gefalteten Flügel öffnen und flachdrücken. Jeweils der obere Knick soll danach auf der mittleren Kante liegen.

4. Nun die gesamte Figur in der Hälfte falten: Die rechte Seite entlang der Mittelachse nach hinten umklappen.

5. Für die Hasenohren die freie Spitze nach innen oben drehen und in der neuen Position andrücken.

6. Dann das gesamte Ohr an der gestrichelten Linie behutsam schmaler falten. Die Kante soll auf dem Eckpunkt zwischen Spitze und Körper liegen und zu ihrem Ursprung spitz auslaufen. Die Schritte 5 und 6 mit dem Ohr auf der Rückseite wiederholen.

7. Nun die eine Seite öffnen und an den Ohren entlang auffalten. Am besten vorsichtig auf der Vorder- und Rückseite vorknicken und erst dann so flachdrücken, dass eine schöne Kopfform entsteht. Dazu die spätere Schnauze ein bisschen nach oben ziehen.

8. Das Schwierigste ist geschafft! Jetzt mit einer Gegenbruchfalte die hintere Ecke zwischen die Papierlagen nach innen falten. Die Kante ergibt den Rücken des Hasen.

9. Die gleiche Ecke mit einer weiteren Gegenbruchfalte wieder herausfalten: Das ist das Schwänzchen.

10. Schließlich noch die vorderste Spitze der Schnauze nach innen falten.

11. Ich empfehle, die beiden Flügel vom Kopf mit einem Klebepunkt am Körper zu fixieren – das sieht besser aus. Jetzt noch Augen aufmalen und die Ohren ein bisschen öffnen.

PS: Entschuldigt die Tomaten im letzten Bild, ich konnte die Schokoladeneier einfach nicht finden!

Außer im Osternest macht sich der Origamihase auch gut als Anhänger für geschmückte Zweige. Wer übrigens bei diesem Hasen verzweifelt, kann es ja mit einer Papierschachtel probieren – die ist prima als ein kleines Nest geeignet. Ich wünsche euch viel Erfolg beim Nachfalten und ein fröhliches Osterfest!

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Sonstiges

Warum „Charakterziffer“?

Das Wort kombiniert Persönlichkeit (Charakter) mit Sachlichem (Ziffer). Zusammengesetzt ergibt sich ein Synonym für Mediävalziffer, eine Zahlenvariante mit Ober- und Unterlängen.

Schriftarten dieses Blogs

Wenn dein Browser eingebettete Schriften (WOFF2) unterstützt, dann liest du die Fließtexte hier in der Source Sans Pro von Paul D. Hunt, erschienen 2012 bei Adobe.

Die Überschriften sind aus der czSlab gesetzt, die ich für dieses Blog gestaltet habe. Sie orientiert sich an Yanones viel ausgefeilterer Antithesis von 2014.


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Gerhard Großmann · Geibelplatz 10 · 93051 Regensburg
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Website zuletzt erstellt: 2021-05-13T17:08:47+02:00