@charak
terziffer

Manches braucht mehr als 140 Zeichen …

Auf dieser Website ist Platz für das, wofür mein Twitterprofil @charakterziffer nicht ausreicht. Mein Blog ist als Plus zu meinen Tweets gedacht, eben „@cz+“. // Die letzten drei Artikel:

Podcast: „Gerhard zählt bis Tausend“

RSS-Feed des Podcasts, Link bei iTunes.

Welche ungewöhnlichen Podcastformate gibt es eigentlich? Das haben sich die Moderatoren des Frequenz-Podcasts in Folge 41 gefragt. Sehr oft sind die Episoden ja Interviews oder recht langes „Gelaber“ (davon habe ich als exzessiver Podcasthörer auch einiges abonniert). Doch was könnte überhaupt ein ungewöhnliches Audioformat sein? Etwas in Richtung Klangkunst? Und wie lässt sich ein Format zu einer Serie entwickeln? Diese Überlegungen fand ich derart inspirierend, dass ich einfach selbst ein Podcastformat entwickelt habe.

Grünes Coverbild meiner Podcastserie Bei „Gerhard zählt bis Tausend“ geht es genau darum: Ich zähle von 1 bis 1000. Weil das eine ganze Weile dauert, mache ich das nach und nach, jeweils fünfzig Zahlen in einer Podcastfolge. Der Text steht damit von vornherein für jede Folge fest. Die Herausforderung besteht nun darin, jedes Mal anders zu zählen – was immer das bedeutet. Ich werde ja sehen, ob mir genug Ideen für zwanzig Podcast-Episoden einfallen.

Alle Folgen wird es nach Erscheinen hier zum Anhören geben (ich plane zwei Folgen pro Woche). Mit dem Link unter jedem Player lassen sich die mp3-Dateien direkt öffnen und herunterladen (Rechtsklick > Speichern unter …).

Wer die Serie in seinem Podcatcher abonnieren möchte, trage dort die Feed-Adresse charakterziffer.github.io/material/gzbt/podcast.xml ein. Nutzer:innen von iTunes können die Adresse itunes.apple.com/de/podcast/id1456784246 verwenden.


Folge 1: Kriminalstück

In der erste Folge zähle ich von eins bis fünfzig mit der Betonung, als würde ich einen Krimi vorlesen.

– 22. März 2018 · Direktlink zur Datei (1,0 MB)


Folge 2: Royal Diana

Nein, der Titel hat nichts mit Prinzessin Diana zu tun, der bereits verstorbenen Ehefrau des englischen Thronfolgers Charles. Sondern es ist die Typenbezeichnung der Schreibmaschine aus meinem Keller.

– 22. März 2018 · Direktlink zur Datei (1,3 MB)


Folge 3: In einem Atemzug

Die Zahlen 101 bis 150 erledige ich in dieser Folge mit nur einmal einatmen – außer, mir geht vorher die Luft aus.

– 22. März 2018 · Direktlink (0,8 MB)


Weitere Folgen

Ich habe noch so einige Ideen. Ob ich alle 20 Folgen tatsächlich produziere, hängt aber vom Interesse an dieser Serie ab. Ich bin da auf eure direkte Rückmeldung angewiesen, weil ich Website-Besucher:innen oder die Abonnent:innen des Podcasts nicht tracken möchte.

Falls ihr also mehr Folgen dieser Serie hören möchtet: Bitte unten kommentieren, mir an postfach2b [ät] web.de schreiben oder sonst irgendwie Rückmeldung geben. Andernfalls gehe ich davon aus, dass „Gerhard zählt bis Tausend“ nicht interessant genug ist, um fertig produziert zu werden. Ach ja: Wer Ideen hat, Fehler findet oder den Podcast ausführlich kritisieren möchte, kann das natürlich auch schreiben.

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Handgeschriebene Briefe

Etwa alle fünf Wochen schreibe ich mal wieder einen persönlichen Brief. Anlass kann ein Geburtstag oder Feiertag sein, eine Antwort auf eine Glückwunschkarte; oft ist es Post für eine meiner zwei Briefbekanntschaften. In der Regel schreibe ich drei bis acht Seiten (meist DIN A5), stecke sie in einen Umschlag und schicke sie per Post auf die Reise.

Brief und grauer Umschlag, mit Breitfeder beschrieben und mit einem Pinsel-Lettering verziert

Ja, ich weiß: Private Briefe sind in Zeiten von E-Mail und WhatsApp kaum noch üblich. Und klar, ich könnte auch hier im Blog oder auf social media darüber schreiben, welche Stücke wir gerade im Chor proben, was für schöne Matheaufgaben mich beschäftigen, wann ich Kuchen gebacken habe und worum es in meiner aktuellen Lektüre geht. Teilweise veröffentliche ich solche Dinge tatsächlich hier im Blog oder auf Twitter. Aber das ist nicht dasselbe.

Lange Laufzeit vertieft Gespräche

Briefe fördern meiner Erfahrung nach ein intensives Zwiegespräch. Man handelt ein Thema nicht kurz ab, sondern versucht zu vertiefen und sich wirklich Gedanken dazu zu machen. Erstens hat man genug Zeilen frei und muss einen Halbsatz nicht schnell abschicken, um ein Gespräch am Laufen zu halten (wie im Chat). Zweitens wird die Antwort auf mein Geschriebenes nicht nach wenigen Minuten eintreffen, sondern erst Wochen später. Wenn ich ein Thema unter diesen Bedingungen am Laufen halten möchte, muss ich schon etwas Substanzielles und Wohlüberlegtes dazu schreiben.

Offline schreiben ohne Ablenkung

Es ist für mich eine willkommene Abwechslung, mich in Ruhe an den Schreibtisch zu setzen und – vielleicht bei einer Tasse Tee – einen Brief zu verfassen. Mir zu überlegen, was ich erzählen möchte, mir Notizen zu machen und schließlich anzufangen, weiterzuschreiben und abzuschließen.

Ich gebe zu, einen mehrseitigen Brief schreibe ich nicht in einem Rutsch. Manchmal möchte ich Termine oder andere Infos nachprüfen, noch den Einkauf erledigen, eine weitere Tasse Tee kochen, … Grundsätzlich ist analoges Briefeschreiben aber doch eine recht konzentrierte und sorgfältige Tätigkeit – ohne die Ablenkung, die moderne Kommunikationsgeräte bereithalten. Ein bisschen digital detox, bei dem ich das Gefühl habe, sehr produktiv zu sein.

Papier regt Kreativität an

Apropos produktiv, ich bin ja gerne schöpferisch: male, zeichne und betreibe Kalligrafie. Briefe nehme ich da oft her, um neue Ideen auszuprobieren. Zum Beispiel übe ich derzeit das Schreiben mit einem Pinselstift und habe den letzten Brief mit meinen ersten Grundstrichen verziert. Oder ich bestemple den Rand mit Blumenranken, klebe farbiges Washi-Tape entlang der Blattkante, male Tupfen mit Wasserfarbe auf … Briefe ermuntern mich, solche Gestaltungsideen einfach mal auszuprobieren.

Sehr gerne lege ich noch verschiedene Dinge mit in den Umschlag. Sie haben manchmal einen direkten Bezug zum Inhalt, manchmal finde ich sie aber auch einfach nur schön. Zum Beispiel kann das ein Ginkgo-Blatt sein, ein aktuell entworfener Flyer, etwas Tee oder Gewürz, eine Collage, eine Origami-Figur oder eine gepresste Schwertlilie aus meinem Garten.

Eine besondere Kommunikation

Durch die verlangsamte Interaktion, das eher überlegte Schreiben und die persönliche Gestaltung übermittelt ein Brief viel mehr als seinen bloßen Inhalt. Ich bin froh, dass ich Menschen habe, mit denen ich mich auf diese Art austauschen kann (schließlich ist Briefe zu verschicken erst dann richtig schön, wenn man auch eine Antwort erhält).

Versendet ihr eigentlich noch private Briefe? Zu welchem Anlass? Wie gestaltet ihr eure Post? Wer übrigens gerne mal einen Brief von mir bekommen möchte, schreibe einfach selbst einen an meine Adresse. Ich antworte dann in gleicher Weise – es kann aber ein wenig dauern (kommt dann aber umso überraschender ☺).

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Ein Jahr in Augenblicken (Vorsatz 2018)

Meine Mutter fragte mich an Silvester 2017, welches der schönste Augenblick für mich im vergangenen Jahr gewesen sei. Die Frage hatte ein Pfarrer bei einem Fernsehgottesdienst gestellt, vermutlich vor allem mit der Absicht, dass man sich mit wohlmeinenden Blick an die vergangenen 365 Tage erinnert.

Mir fiel es nicht leicht, den einen allerschönsten Moment des zurückliegenden Jahres auszuwählen. Nicht, weil ich nichts schönes erlebt hatte, eher im Gegenteil. Aber der Anfang des Jahres war einfach schon wieder so lange her und wie sollte ich den schönsten Moment wählen, wenn ich mich gar nicht an alles erinnere?

So habe ich mir als guten Vorsatz für 2018 genommen, jeden Tag einen besonderen Moment als kleinen Vers festzuhalten. Das musste nicht das schönste Erlebnis sein, sondern einfach nur ein täglicher Augenblick, der mich bewegt hat. Wenn der kurze Vers dann im Rückblick die Erinnerung befeuert, hat sich meine Absicht erfüllt.

Wetter und Natur

Gleich der erste Tagesvers drehte sich ums Wetter. Naturphänomene scheinen mich mehr zu begeistern als gedacht.

001 frischer Wind · Durch die noch junge Neujahrsnacht fegt laue Luft, knistert an der Plane über dem Stapel Scheite drunten im Garten.
060 Lichtwechsel · Aus Nürnberg abgefahren geht rechts blutorange die Sonne unter, während links schon der volle Mond ins Zugfenster guckt.
269 sturmgeerntet · Mit ihren Böen hat Fabienne vor drei Tagen B~s Walnussbaum größtenteils abgeleert; ich bekam ein ordentliches Säckchen vorgetrockneter Nüsse mit nach Hause.
322 Leuchtwolken · Flamingorot, Vanillegelb und Lavendelblau, die Zeit der schönen Winterhimmel hat begonnen. Eindrucksvoll auf unserer Rückfahrt aus Babylon.
324 Morgenweiß · Nach langen Sommertemperaturen hatte es schließlich so weit abgekühlt, dass heute Nacht der erste Schnee fallen konnte.

Augenblicke

Kurze Beobachtungen, die ich schon längst wieder vergessen hätte:

033 Spektrum · Durch die Speichenreflektoren am Rad auf der Terrasse fällt mir Sonnenlicht gebrochen ins Auge. Als Kind hab ich mit einem Reflektor stundenlang Regenbogenflecken in der Wohnung umherwandern lassen.
042 faszineklig · Die würfelförmige Glasflasche im tschechischen Grenzladen, darin: Absinth und – mit Beinchen wie dornige Brombeerzweige – eine Heuschrecke.
175 s(ch)immern · Unter Wasser glitzern die Adern der Kohlrabiblätter wie Silber. Später verfielen die blubbernden Töpfe in Schweigen, das Gas war alle.
279 Reisebegleiter · Waldhügel, Schneegipfel, Bruchfelsen, Bergklöster, Autobahntunnel, Zypressengrüppchen.

Hobbys & Freizeit

Ich beschäftige mich ja mit mancherlei, meist weil es mir große Freude bereitet.

025 strahlend · Schirmt man die Kameralinse mit der Hand teilweise ab, zersplittert fotografiertes Sonnenlicht in bezaubernden Facetten.
043 smynckes stuͤnd · en spizic nas von wahs, roth-guͤlves gsîht, unde den wange brawnen schate vn im mawl en swarter strih – dez teuffels fraze siht ausm larvespegel.
059 Singprobe · Ein junger, studierter Chorleiter hält eine Übungsstunde mit dem kleinen Häufchen Dorfkirchenchor – vielleicht für beide Seiten augenöffnend.
099 Werkterasse · Bei milder Frühlingssonne gemeinsam ein bisschen am Mofa gebastelt (neuer Benzinschlauch, Vergaserdichtungen).
235 Buchstabentour · Am alten Fritz unter den Linden mit den Sans-Serif-Buchstaben von 1851 endete der Typospaziergang und wir brachen zum -stammtisch in den Prater Biergarten auf.
261 gezogen · Erstmals in meinem Leben geraucht und stattliche Wolken ins Scheinwerferlicht gepustet. War aber nur eine Theaterzigarette.

Freunde

Am liebsten verbringe ich freie Zeit mit Freunden und Bekannten. So drehen sich auch meisten meiner Tagesverse um liebe Mitmenschen.

076 versteckt · Letztlich konnte die Nachbarin ihr Dokument nur deshalb nicht drucken, weil das USB-Kabel am Laptop in der falschen Öffnung steckte.
081 Oxalis triangularis · Mit violetten Dreiecksblättern und rosa Blüten war der Sauerklee diesmal das auffälligste Gewächs beim Besuch mit F~ und A~j im Botanischen Garten.
088 Nachtstadt · In A~s Büro mit verteilten Rollen „Circe“ aus Ulysses zu lesen begonnen, großartig! Der Macha-Tee dazu war etwas pulvrig.
183 Wäschekorbkäfig · Die Nachbarin hat das robbende Eichhörnchen eingefangen, ich gab ihm ein Schälchen Kamillentee, von dem es gierig trank. In der Tierarztpraxis ist es dann aber gestorben.
189 Beerenjagd · Mit C~ und ihrem Mann im Wald kleine Blaubeeren gepflückt, auf dem Rückweg noch einige Himbeeren. Zum Glück wenig Mücken.
304 Kaffeepause · Mit TS~ nach dem Stadtbummel im Weichmanns einen Heidelbeerkuchen gegessen und übers winterliche Sich-ins-Haus-Zurückziehen geplaudert.
348 Morgenlob · A~s Adventskalender ist, jeden Tag an eine:n Freund:in etwas Liebes zu sagen. Heute war ich der Auserwählte für eine beglückende SMS.

Essen und Genuss

Sehr gerne koche und esse ich, allein oder mit Freunden.

016 Schupfnudeln · Aus Kartoffeln gepresst, mit den Händen gerollt, mit Mohnzucker bestäubt – mit Freunden gekocht.
044 Krapfen-Expedition · Drei Bäckerfilialen schon geschlossen, schließlich im KÖWE-Center aber noch Faschingskrapfen bekommen – sogar mit Hagebuttenfüllung.
117 Essgeschick · Mit TS~ und deren Freundin U~ beim Japaner in F~ ein vegetarisches Curry zu Mittag gegessen – natürlich mit Stäbchen.
128 Mai-Aroma · Zuckerwasser 10 Minuten kochen, dann die Zitronenstücke und den am Vortag gepflückten Waldmeister dazu, nun den Sirup 2–3 Tage ziehen lassen.
153 verfeinert · Wenn die Gnocchi besser schmecken sollen, brät man sie doch lieber kurz in der Pfanne an und fügt der Salbeibutter einen Schuss weißen Balsamico zu.
198 rot-blau · Butter im Dorfladen gekauft, um damit einen nicht zu süßen Kuchen mit halb Blaubeeren, halb Johannisbeeren zu backen.
307 Schmankerl · Sehr fluffig und fein, dazu Sherry-Pflaumen und angeröstete Mandelplättchen – unser Kaiserschmarrn war wirklich gut.

Körper und Gesundheit

Ja, so ein bisschen jammern gehört natürlich auch dazu.

019 unterschwellig · Vorgestern eine verstopfte Nase, gestern ein Kratzen im Hals. Ob ich die aufkommende Erkältung nebenher kurieren kann?
073 Schleimgrün · Bizarr, welche verkrusteten Formen ich mir aus der erkälteten Nase pule, doch wegen Halsschmerzen kann ich nicht darüber reden.
323 Kratzauge · Ein lästiges Jucken im linken Auge; keine Wimper, nichts was sich ausspülen lässt, am Abend immer noch da.

Missgeschicke

Und natürlich läuft nicht immer alles glatt …

036 Abhängigkeit · Nur wenige, aber offensichtlich die falschen System-Apps eingefroren, schon will das Smartphone nicht mehr starten.
046 Luftnummer · Erst im Wasserbad zeigte sich, dass der Fahrradschlauch gar kein Loch hatte, sondern nur das französische Ventil nicht ganz verschraubt war. Hab ich halt nur den belochten Schlauch aus dem Keller geflickt.
137 Fusselei · Beim Waschen ist M~s Kopfkissen eingerissen und verteilte lauter weiße Flocken in der Waschtrommel. Hrmpf.
232 Fallout · Während wir in Ruhe leckeres Saltimbocca gekocht haben, lief im Cinemaxx gerade „Mission Impossible“ an, für den wir eigentlich Karten an der Pinnwand hängen hatten.
257 Obstattacke · Beim Pflücken plumpst mir tatsächlich ein Apfel auf Lippe und Schneidezahn – hat zum Glück nur etwas geblutet. Und von F~s Kaktusfeigen natürlich sofort drei Stacheln in den Finger bekommen.

Medienkonsum

Dass ich viele Podcasts und Hörspiele höre, habe ich ja schon geschrieben. Dazu lese ich (on- und offline) und gucke gerne Filme.

048 Wiedersehen · Zeichentrickserien aus der Kindheit mal wieder angeschaut und immer noch recht gut und witzig gefunden.
067 totenschädelich · Immer noch nicht nachgeguckt, welcher Farbton „Caput mortuum“ sein soll, das im Buch über Orientierungssysteme erwähnt wird.
074 Jahre später · Waren die alten Folgen von Akte X eigentlich auch schon so absurd und völlig ohne überzeugendes Geheimnis konstruiert?
114 Durbridge · Weitere Teile von „Paul Temple und der Fall Alex“ gehört. Ich liebe alte Kurzkrimiserien mit Cliffhangern.
262 rejoyce · Nach gut 14 Monaten bin ich mit dem Ulysses nun fertig – ein Abenteuer, das ich ohne A~ vermutlich nicht durchgehalten hätte.
337 Engelsblick · Den sehr verregneten Montag mit dem ruhigen, dahinwandernden „Der Himmel über Berlin“ von 1987 beschlossen.
355 Einunddreißig · Aus der NDR-Mediathek die letzte Folge vom Tatortreiniger angesehen. Ein gutes, befriedigendes Ende für die feine kleine Serie.

Schöpferisches Tun (ist gelegentlich auch Arbeit)

Kreativ bin ich nicht nur beruflich. Kein Wunder, dass dieser Bereich die zweitgrößte Kategorie meiner Verse ausmacht.

008 ausgewogen · Zwei Heimwerker, drei Meinungen. Aber nach einer Weile fröhlicher Zusammenarbeit hängt der gebrauchte Oberschrank senkrecht – einigermaßen.
041 Anordnung · Wie gestaltet man ein Plakat, damit es weder überfüllt noch leer erscheint? Nicht, indem man nur am Computer sitzt, sondern sich auch auf einen Winterspaziergang trifft.
047 deprecated · Für Punktelisten neben gefloateten Elementen musste ich tatsächlich mal wieder Extra-CSS für Internet-Explorer und Edge schreiben.
182 Schildchenmaler · Ein sehr schöner Arbeitsschritt beim Gelee-Einkochen ist, für die 18 Gläser die Etiketten zu kalligrafieren.
227 Startkapitale · Die Aussicht, nächste Woche beim Berliner Typostammtisch sein zu können, hat mich beflügelt, ein bisschen an meiner Schrift vom letzten Herbst weiterzuarbeiten.
302 Abwesenheit · Stunden damit zugebracht, mir einem Spruch für den Anrufbeantworter auszudenken (aber auch zwei Werbespots getextet).
330 Minijob · Wäre nicht C~ mit einer winzigen Änderung in ihrem Briefbogen um die Ecke gekommen, wäre es ein sehr unproduktiver Tag gewesen.

Öfters nachgedacht

Ich mache mir gerne Gedanken zu verschiedenen Dingen und erörtere philosophische Angelegenheiten im Gespräch.

005 verbesserungspflichtig · Sollte man jemand anderem helfen? Inwieweit/Warum/Warum nicht?
122 Dauerstrom · Wie geht man damit um, wenn sich jemand konstant überfordert? Kann man mehr tun, als ihn darauf ansprechen?
200 Zellulärer Automat · Affenbrotbäume (151), schwarz-weiße Trichter (150) oder dunkle Bänder mit Toren (109) – was für tolle Muster bei bestimmten Regeln entstehen.
318 ermahnenswert · Wie streng/deutlich sollte man zu störenden Kindern sein? Funktioniert ignorieren, damit das Kind das Interesse am Stören verliert?
342 be-wusst · Durch den Podcast „Lakonisch elegant“ angeregt worden, mit M~ zu diskutieren, ob Hintergrundwissen den Genuss an einem klassischen Musikstück steigert.

Und vieles mehr

Ein Großteil meiner Tagesverse lässt sich nicht unbedingt in eine der vorangehenden Rubriken einordnen.

028 Linux-Support · Computerhilfe übers Telefon hat viel von Stochern im Nebel. Gut, wenn am anderen Ende der Leitung jemand sitzt, der das System kennt.
037 Leerlauf · Ein ereignisarmer Tag mit viel Internet- und Analoglektüre, Podcasts und einer Dusche am Abend.
131 Schaumschläger · Punktabzug beim neuen Rösle-Milchaufschäumer: Nicht aufrecht stellbar, AAA- statt AA-Batterien, schaltschwierig weil Nullstellung in der Mitte.
166 wieder da · Frau P~ vom Fundamt hat meinen Bleistift gefunden und mir geschickt! Ich male ihr eine Dankeskarte als Antwort.
192 Helferlein · Bei der Kostümprobe heute erstmals einen Stiefelknecht verwendet. Dieses praktische Ding funktioniert ja erstaunlich gut!
209 Handelsroute · Bei der Stadtführung gelernt, dass am Watmarkt einst Stoffe gehandelt wurden (die Wât = Kleiderstoff, Kleid).
280 Seeumrundung · Um 16 Uhr verschwand in Riva die Sonne hinterm Berg: Noch ein Stück Sachertorte am Hafen, dann zum türkisfarbenen Lago di Tenno.
306 fürs Album · Ein älterer Herr vor mir in der Schlange am Philatelie-Schalter hat tatsächlich Briefmarken im Wert von 76 € gekauft, teils gestempelt. Versteh einer diese Sammler.
332 unausgeglichen · Ich esse nachlässig, schlafe schlecht und verplempere Zeit mit Netzlektüre, Bugreports, Kommentaren und der Übersetzung einer Website. Bin aber auch kreativ.

Nicht ganz originalgetreu

Natürlich bilden die hier genannten Verse eine Auswahl. Sehr private Dinge sind nicht darunter, obwohl es darüber auch Tagesverse gibt. Und vorsichtshalber habe ich mal die Namen von Personen anonymisiert – schließlich kann ich nicht davon ausgehen, dass sie gerne in meinem Blog auftauchen möchten.

Und was war nun wirklich der schönste Augenblick des Jahres? Vielleicht einer von diesen drei:

026 Lebenskunst · Ich sollte mir viel öfter bewusst machen, wie genussvoll auch kleine Dinge sind, zum Beispiel Kräuterquark mit Toast.
136 Schlaf, Monster, schlaf · Hihi, nach dem Muffelmonster-Einschlaflied ist eines der Zuhörkinder bei Ritter Leos anschließender Drachensuche tatsächlich eingeschlafen :-)
250 instrumentalisiert · Beglückend, die ersten zwei Akte von „Nabucco“ zum ersten Mal vom Orchester zu hören; ganz schön viele Ohrwürmer!

Wirklich festlegen möchte ich mich da aber nicht. Im Rückblick gab es im vergangenen Jahr so viele verschiedene schöne Augenblicke.

Für 2019 habe ich mir übrigens den Vorsatz genommen, mich täglich 10 Minuten mit Yoga zu beschäftigen. Das kann eher eine theoretische Recherche sein, wird aber meistens auf eine bewusste Übung hinauslaufen. Ganz sicher bin ich mir aber noch nicht. Das „Ganzheitliche“ am Yoga finde ich eher abschreckend: Energieflüsse, bestimmtes Atmen, „Entgiftung“, dass man nicht ohne Lehrer/-in vorgehen sollte und dass Yoga sehr auf Frauen ausgerichtet zu sein scheint. Aber egal, ist ja mein Vorsatz. Dann mache ich halt nur Yoga-„Übungen“ ohne den ganzen geistigen Unterbau.

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Sonstiges

Warum „Charakterziffer“?

Das Wort kombiniert Persönlichkeit (Charakter) mit Sachlichem (Ziffer). Zusammengesetzt ergibt sich ein Synonym für Mediävalziffer, eine Zahlenvariante mit Ober- und Unterlängen.

Schriftarten dieses Blogs

Wenn dein Browser eingebettete Schriften (WOFF/WOFF2) unterstützt, dann liest du die Fließtexte hier in der Source Sans Pro von Paul D. Hunt, erschienen 2012 bei Adobe.

Die Überschriften sind aus der czSlab gesetzt, die ich für dieses Blog gestaltet habe. Sie orientiert sich an Yanones viel ausgefeilterer Antithesis von 2014.


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Website zuletzt erstellt: 2019-03-22T00:11:18+01:00