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Unliebsame Verfolger

Wenn es eines an Twitter gibt, das ich gar nicht mag, dann sind das Leute, die einem nur deshalb folgen, weil sie hoffen, dass man ihnen zurückfolgt. (Noch schlimmer sind dann diejenigen, die tatsächlich zurückfolgen, obwohl sie gar nicht an den Tweets der anderen interessiert sind). Beide Parteien untergraben eine wichtige Eigenschaft von Twitter, nämlich dass man sich aufgrund gemeinsamer Interessen vernetzt und nicht, um populär zu werden.

Dieses Hecheln nach großen Followerzahlen (= viel Aufmerksamkeit) macht Twitter erst anfällig für Spam. Würde jeder nur deshalb jemandem folgen, weil er dessen Tweets gerne liest, hätten große Marketingschleudern keine Chance mehr.

Als Kritik an meiner (möglicherweise idealistischen) Meinung könnte man jetzt fragen: Und wie soll ich dann überhaupt zu Followern kommen? Nun ja, sicherlich nicht, indem man anfängt, wahllos Leuten zu folgen. Am besten schaut man zunächst mal, was Twitter einem vorschlägt oder gibt Suchworte zum Lieblingsthema ein und guckt, wer darüber schreibt. Und dann sollte man auch den Mut haben, Leuten wieder zu entfolgen, die nichts Interessantes mehr schreiben.

Und wie kann man dann jemandem Anerkennung geben, wenn nicht durchs Folgen? Am besten durch hilfreiche Anmerkungen oder direkte Kommentare per @-Antwort. Oder indem man denjenigen an seine eigenen Follower weiterempfiehlt. Und auf die gleiche Weise erhält man dann auch selbst Anerkennung. Das ist doch viel nützlicher, als 2000 Marketingschleudern als Follower zu haben.

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Rubrik(en):  #kritik 

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