Der Jäger am Himmel

Vom Spätherbst bis Frühlingsanfang steht er jede Nacht gut sichtbar am Himmel: Orion. Er ist das auffallendste Sternbild des Winterhimmels, denn er enthält viele helle Sterne in einer einprägsamen Anordnung, zum Beispiel Beteigeuze und Rigel. Die drei Sterne Alnitak, Alnilam und Mintaka stehen sehr eng in einer Reihe und bilden den Gürtel des Orion.

Das Sternbild Orion
Ergänztes Bildschirmfoto aus dem Programm Stellarium. Illustrationen der Sternbilder von Johan Meuris, veröffentlicht unter der Lizenz Freie Kunst.

Benannt ist Orion nach einem riesigen Jäger aus der griechischen Mythologie. In einer Geschichte soll dieser übereifrig versucht haben, alle Tiere des Erdkreises zu töten. Die Erde selbst hat daraufhin den Skorpion hervorgebracht, der Orion durch einen Stich tötete. Nachdem ein Heiler vergeblich versucht hat, den Jäger zu retten, wurden Orion und der Skorpion als Sternbilder an den Himmel gesetzt, wo sie sich noch heute jagen.

Weil das Sternbild so auffällig ist, haben viele altertümliche Völker ihre eigenen Figuren darin entdeckt: Die Sumerer erkannten darin ein Schaf, die Ägypter ihren Gott Osiris und für die Germanen bildeten die Sterne einen Pflug. Fest steht jedenfalls, dass Orion auch heute Abend wieder am Himmel auftaucht und im Süden seine Bahn zieht.

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