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Die richtige Verwendung des Apostrophs

Der Apostroph (  griechisch: der Abgewandte) ist ein Satzzeichen, mit dem leider viel Schindluder getrieben wird. Oft wird damit das Mehrzahl-s abgetrennt (Auto’s, CD’s) oder das „s“ des Genitivs (Luise’s Studio, Bernd’s Werkstatt). Falsch ist der Apostroph auch bei Befehlsformen (Komm’ her! Geh’ weg!).

Dabei ist es gar nicht so schwer, denn eigentlich gibt es nur zwei Fälle, in denen der Apostroph zum Einsatz kommt.

  1. Der Apostroph kennzeichnet Stellen, wo Buchstaben ausgelassen wurden. Beispiele: Hast du ’nen Euro? Heute ist’s kalt am Ku’damm, kälter als in M’Gladbach.

  2. Der Apostroph verdeutlicht Eigennamen, wenn eine Endung dazukommt: Grimm’sche Märchen, Ohm’scher Widerstand. So hilft der Apostroph auch beim Genitiv, wenn andernfalls Namen unklar (!) wären: Andrea’s Freundin (nicht die von Andreas) – oder wenn Namen bereits auf einem S-Laut enden: Klaus’ Auto, Alex’ Fahrrad.

Ausführlich nachlesen kann man die Regeln zum Gebrauch des Apostrophs bei Belles Lettres oder auf Canoo.net. Übrigens findet sich das korrekte Apostroph-Zeichen nicht auf einer normalen Computertastatur. Wer typografisches Feingefühl an den Tag legen möchte, sollte auf ' oder ` verzichten. Siehe dazu auch den Artikel bei Typefacts.

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Rubrik(en):  #kritik  #typografie 

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