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Manches braucht mehr als 140 Zeichen …

Auf dieser Website ist Platz für das, wofür mein Twitterprofil @charakterziffer nicht ausreicht. Mein Blog ist als Plus zu meinen Tweets gedacht, eben „@cz+“. // Die letzten drei Artikel:

Die Mandelprinzessin

Es war einmal eine Prinzessin, die war schön wie eine Mandelblüte im Morgentau. Sie hatte quellblaue Augen und einen für ihr zartes Alter viel zu sinnlichen Mund. Reihenweise liefen ihr die Männer hinterher und sicherlich hätte sie sich zur Freude ihres Vaters schon bald fest gebunden, hätte sie nicht einen erschreckenden Makel: Ihr Lachen.

Die Prinzessin war eine so zarte Dame, dass ihr jeder Bewerber allerhöchstens ein sektperlendes Kichern zugetraut hätte, wenn er ihr eine Vergnüglichkeit ins Ohr flüsterte. Dem aber war nicht so, ganz im Gegenteil. Deshalb versuchte die Prinzessin bei den verspielten Flirts stets eine hartnäckige Melancholie zu kultivieren, was ihr bei den intelligenten und reizenden Männern jedoch nicht für lange Zeit gelang. So brach es nach spätestens fünf Minuten in einem espritgeladenen Gespräch aus ihr heraus, das Lachen.

Und nicht das du denkst, unsere Prinzessin würde einfach nur laut aufkreischen, nein. Viel schlimmer: Ihre sonst liebliche Stimme klirrte spröde durch sämtliche Dissonanzen der abendländischen Tonleitern, steigerte sich in bedrohliche Lautstärken, die selbst einer verfluchten Furie die Mitleidstränen in die Augen getrieben hätten. Gar schrecklich schwangen sich die erheiterten Laute der Prinzessin zu einer schrägen Arie eines ganzen verdammt verstimmten Sinfonieorchesters.

Als wäre das nicht genug gewesen! Zudem aber verzog das grauenhafte Lachen der schönen Prinzessin dermaßen das Gesicht, dass es einer ägyptischen Mumie gleich kam. Der Mund riss auf wie in Höllenqualen, die Augen stachen hervor, die Wangen legten sich in verschrumpelte Falten und das Gebiss schien einem Werwolf gleich nach Blut geifernd.

Doch in dem Moment, als dem gegenübersitzenden Jüngling aufgrund der hässlichen Fratze der Schock in sämtliche Glieder gefahren war, war es schon wieder vorbei und die herzensgute Prinzessin legte beschämt und zum Zerfließen traurig die Hände in den Schoß, beugte den Kopf und wartete leise schluchzend, bis der zitternde Junker verstohlen den Raum verließ. Dann weinte die Prinzessin hauchzart und leise, und ihr Schluchzen mochte einem Unwissenden wie der heilige Gesang der himmlischen Heerscharen am Weihnachtstag dünken.

So klang es nun oft aus dem hinteren Bogenfenster an der Westmauer: Erst schrecklich kreischend und trommelfellspaltend, danach harfensanft und lauschig weich. Und mit der Zeit klang es nur noch lauschig sanft und unendlich betrübt, denn die Kunde von der lachenden Prinzessin verbreitete sich weit über die Landesgrenzen hinaus und verschreckte jeden potenziellen Freier.

Eines Tages hielt es die Prinzessin nicht mehr aus und kletterte engelsgleich heulend auf den schmalen Sims ihres Fensters. Gut siebzehn Meter ging es da nach unten, in einen dornigen Burggraben, in dem Glasbruch und spitze Granitsplitter einem feindlich gesinnten Heer eine unüberwindliche Grenze boten. Gerade als die mandelfeine Prinzessin ihrem lächerlichen Leben ein Ende setzen wollte, kam eine pechschwarze Krähe vorbeigeflogen und setzte sich auf den nahen Buchenbaum. »Prinzessinnen können nicht fliegen«, krächzte der Unglücksvogel.

»Lieber guter Vogel, das weiß ich. Ich will mich auch gar nicht in die Lüfte erheben wie du, mit deinen glänzenden Federn. Ich will fallen.«

»Fallen willst du? Da hinunter? Du bist eine Prinzessin und wirst dir sämtliche Knochen brechen.«

»Ich hoffe es«, antwortete die Schöne und eine diamantene Träne suchte sich den Weg aus ihrem Augenwinkel die Wange hinab, sich am Jochbein aus dem Gesicht lösend und stürzte hinunter um unten in einer Distelblüte zu zerschellen. Die Prinzessin sah ihre Träne sterben und begann der Krähe leise ihr Leid zu klagen.

Die Krähe hörte aufmerksam zu und antwortete: »Das ist leicht. Höre, denn auch ich habe eine gar furchtbare Stimme und kenne deine Sorge. Steig wieder hinein in dein Zimmer und warte sieben Tage, ich werde versuchen dir zu helfen. Wenn du nach Ablauf dieser Frist nicht der glücklichste Mensch dieser Erde sein solltest, dann darfst du dich gerne in den Burggraben stürzen.«

So verabschiedete die Prinzessin den schwarzen Vogel und verbrachte die kommende Woche mit neuer Hoffnung. Sie heulte viel weniger und gelegentlich vernahm ein aufmerksamer Bediensteter von Zeit zu Zeit sogar ein belustigtes Kreischen.

Die sieben Tage gingen dahin und am Abend des letzten war die Mandelprinzessin betrübter als je zuvor. Keine Nachricht von der Krähe, keine Rettung, keine Hoffnung. Sie öffnete erneut ihr Bogenfenster und setzte bereits einen ihrer hellblauen Stöckelschuhe auf den Sims, als eine Trompete die Ankunft eines Gastes verkündete. Neugierig stieg die Prinzessin wieder herab und begab sich in die Empfangshalle, wo sie ein bildschöner Jüngling in einem pechschwarzen Umhang erwartete.

Er hatte haselnussbraune, sehr kurze Haare, trug einen französisch anmutenden Bart und in seinen dunklen Augen lag ein unbestimmter Glanz wie vom Grund eines Ziehbrunnens. »Ihr seid die Mandelprinzessin? Man nennt mich Johann, den Unglücklichen. Ich möchte um Eure Freundschaft bitten.«

Die Prinzessin blickte den Schönen skeptisch an und fragte zurück: »Wie kommt Ihr darauf, ich sei Euch für eine Freundschaft geeignet?«

»Ihr werdet es nicht glauben, doch eine Krähe hat mir von Euch berichtet. Außerdem seid Ihr nicht vergeben und mindestens so außergewöhnlich hübsch und klug wie ich selbst.«

Ob des vermessenen Witzes konnte die Prinzessin nicht anders und ein heftiges Schmunzeln verzog ihr Gesicht. Auch entrang sich ihrer Kehle ein splitternder Laut, wenn auch nur sehr kurz. Da bekam Johann der Unglückliche ungläubige Augen und blickte die Prinzessin erwartungsvoll an. Diese jedoch begann sich auf der Stelle zu schämen, drehte sich um und rannte die Treppen hinauf, um endgültig aus ihrem Bogenfenster zu springen.

Johann zögerte nur einen kurzen Moment, dann eilte er dem Mandelmädchen nach, bekam sie noch in ihrem Zimmer am Fußknöchel zu fassen, warf sie zu Boden und fiel gleich über sie. Er sah das verschreckte Fräulein an, wie sie ihn aus Rehaugen anschaute.

Da konnte Johann nicht anders und ein heftiges Schmunzeln verzog sein Gesicht. Auch entrang sich seiner Kehle ein splitternder Laut, wenn auch nur kurz.

Unten im Empfangssaal fuhr ein Küchenjunge zu Tode erschrocken zusammen, ließ zweiundzwanzig Stücke des königlichen Porzellans zu Bruch fallen und hatte das Gefühl, innerlich zu zerspringen. So unerhört grauenhaft war das berstende Schreien, das aus dem Zimmer der Prinzessin kam. Dort auf dem Teppich lagen zwei junge Menschen mit fratzenhaften Angesichtern, dämonengleich, und gaben reißende, spröde brechende, quälend ziselierte Laute von sich und doch lachten sie einfach nur gemeinsam.

So, und wie das im Märchen nun mal üblich ist, heirateten die beiden natürlich. Sie wohnen in einer kleinen Hütte abgelegen im Wald und betreiben Zwiebelanbau. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann traut sich immer noch keiner in ihre Nähe, denn seit ihres Zusammentreffens gab es tagsüber nicht eine einzige Stunde, in der sie nicht gemeinsam genüsslich gekreischt hätten.

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Kontext für Fakes

Zum Glück eher selten landen in meiner Twitter-Timeline Meldungen, die mehr als unglaublich wirken. Zum Beispiel dass beim Staatsbesuch in Saudiarabien Angela Merkels unbedeckte Haare im Fernsehen verpixelt wurden. Oder von einem “Escherian Stairwell”, einem Treppenhaus bei dem man wie in M. C. Eschers Zeichnungen immer wieder im gleichen Stockwerk ankommt. – Und natürlich sind das Fakes. Wenn etwas unglaublich erscheint, ist es oftmals auch nicht wahr.

Ich schau immer nach, wer diese Meldung in meinen Twitter-Feed retweetet hat – denn es sind grundsätzlich Retweets, niemals ein Originaltweet von jemandem, dem ich folge. Und dann frage ich mich, warum derjenige diese Meldung für so wichtig hielt, dass er sie an alle seine Follower weitergeleitet hat. Weiß der Retweeter, dass er auf einen Fake reinfällt?

Auf Rückfrage gelöscht

Oft schreibe ich denjenigen dann an, frage nach und schicke einen Link zur Richtigstellung mit (die es in der Regel auch schon längst gibt). Und sehr schnell verschwindet der Retweet wieder. Falls nicht und es kommt öfter vor, entfolge ich demjenigen.

Stellen wir uns mal vor, das würde jeder so machen … Plötzlich hätten Fake News keine Chance mehr, irgendwen zu erreichen. Klingt nach Utopie? Nun ja, jeder einzelne kann mitmachen. Klingt nach Spielverderber? Vielleicht. Wobei ich sagen muss, dass ich nichts gegen Fakes habe, die einfach nur lustig sind. Die kann man dann aber einfach direkt kennzeichnen. Eine nachträgliche Richtigstellung erreicht in der Regel viel weniger Leser als die vorangegangene Behauptung. Wer Fakes nur verbreitet, um Leute zu manipulieren, sie aufzuwiegeln oder zu entzweien, hat keine Aufmerksamkeit verdient. Selbst wenn seine Falschmeldung lustig ist.

Meine letzten Fakenews

In einer Twitterserie erspinne ich regelmäßig Fakes. Sie bekommen aber von vornherein den entsprechenden Kontext – durch das „Erfundenes Faktum“. Die zehn letzten Tweets dieser Serie:

▩ Erfundenes Faktum № 71: Wegen des beginnenden Pollenflugs säubern sich Tiere wieder vermehrt das Fell. Daher der Begriff „Frühjahrsputz“. (#)

🥚 Erfundenes Faktum № 72: Laut einer tschetschenischen Studie sind rosagefärbte Ostereier bei Jungs am beliebtesten. (#)

𐇧 Erfundenes Faktum № 73: Die Maya-Kultur kollabierte aufgrund gesellschaftlicher Unruhen, kurz nachdem dort soziale Medien erfunden wurden. (#)

➿ Erfundenes Faktum № 74: Reibt man seine EC-Karte länger am Kopfhaar, wird bei der nächsten Überweisung nichts vom eigenen Konto abgebucht. (#)

₿ Erfundenes Faktum № 75: Für Alltagszwecke wird zum 15.7. der „Bitsy“ als ⅟₁₀₀ Bitcoin eingeführt. 1 Bitsy liegt aktuell bei rund 20,40 €. (#)

🍨 Erfundenes Faktum № 76: Der Verzehr von Speiseeis erhöht die Attraktivität gegenüber der Vespula vulgaris und der V. germanica. (#)

⤵ Erfundenes Faktum № 77: Das Sprichwort „Alles Gute kommt von oben“ stammt noch aus der Zeit, als sich Küchen im Obergeschoss befanden. (#)

ꤟ Erfundenes Faktum № 78: Wegen des Horror vacui wächst in fast leeren Zahnpasta-Tuben über Nacht eine geringe Menge Zahnpasta nach. (#)

≮ Erfundenes Faktum № 79: Fast alle Hochkulturen sind bisher untergegangen, weil zwei Männer glaubten, den Stärkeren markieren zu müssen. (#)

∬ Erfundenes Faktum № 80: Neue Grenzen für Fakenews – Seit 1. Januar dürfen sie nur noch zwei Verschwörungstheorien gleichzeitig beinhalten. (#)

In einem früheren Blogbeitrag habe ich mich schon einmal damit beschäftigt, wann man etwas retweetet und wann man es besser sein lässt. Diese Twitterserie gibt es übrigens schon seit Dezember 2010. Als Blogeintrag gebündelt habe ich die Folgen 1–16, 17–28, 29–40, 41–50, 51–60, 61–70 und 71–80.

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Unbekannte Lebensmittel (Vorsatz 2017)

Nein, ich habe keinen Surströmming versucht (den stinkenden, schwedischen Dosenhering) und auch bei Innereien habe ich mich zurückgehalten. Schließlich ging es bei meinem guten Vorsatz 2017 nicht darum, mich zu besonders ekligen Esswaren zu überwinden. Fürs vergangene Jahr hatte mir vorgenommen, jede Woche ein mir unbekanntes Lebensmittel zu probieren. Dabei wollte ich „meinen Geschmack herausfordern, bewusster essen und vielfältiger einkaufen“, schrieb ich vor einem Jahr.

Das hat ziemlich gut geklappt. Ich habe tatsächlich 52 Lebensmittel gefunden und war unter anderem zum ersten Mal in einem arabischen und chinesischen Supermarkt einkaufen. Wie bei allen Vorsätzen hat die Umsetzung nicht zu 100 % geklappt und ich war gelegentlich eine Woche zu spät oder zu früh dran, aber was soll’s?

Zum Jahresende möchte ich in einer kleinen Übersicht sammeln, was ich 2017 kulinarisch kennen gelernt haben. Es waren Dinge darunter, von denen ich nicht wusste, dass man sie essen kann (Lotusknollen) oder dass sie überhaupt existieren (Moltebeeren).

  1. Sweetie
  2. Spitzkohl
  3. Weißdornbeeren
  4. Lokum
  5. Wildschwein-Wurst
  6. Shiitake-Pilze
  7. Skyr
  8. Birkensaft
  9. Kiwibeeren
  10. Maniok
  11. Kartoffel-Tortilla
  12. Turrón
  13. Kaktusfeige
  14. Tintenfisch
  15. Lupinen-Aufstrich
  16. Schlangenfrucht
  17. Baranki
  18. Aprikosenkerne

Eine Frage der Definition

Schon bald nach meinem Beschluss habe ich gemerkt, das mein Vorsatz viel Spielraum lässt und ich ihn nicht ausreichend durchdacht habe. Denn was gilt eigentlich als unbekanntes Lebensmittel? Dürfen es nur Dinge sein, von denen ich noch nie gehört hatte (schließt Pfifferlinge aus)? Wie sieht es mit verwandten Sorten aus (Viola als Aubergine, Spitzkohl als Kohl)? Und sollte ich verarbeitete Nahrungsmittel von meinem Vorsatz ausschließen (Lokum, Hanfdessert und Reneklodenmarmelade)?

Letztlich habe ich die Begrenzung eher locker genommen, es ging schließlich darum, etwas zu probieren und keine wissenschaftliche Feldforschung zu betreiben. Bei verarbeiteten Lebensmitteln war mir aber wichtig, dass sie ausreichend typisch sind. Es zählte also nicht, einfach 20 verschiedene Teekekse zu probieren; wohl aber japanische Mochi, türkisches Lokum und spanische Yemas de Santa Teresa (quasi Gattungen, die es von unterschiedlichen Herstellern oft in verschiedenen Varianten gibt).

  1. Löwenzahn
  2. Wodka mit Feige
  3. Wasserkefir
  4. Halva
  5. Yemas de Santa Teresa
  6. Viola
  7. Halloumi
  8. Roquefort
  9. Renekloden
  10. Aloe-Vera-Saft
  11. Szechuanpfeffer
  12. Stachelgurke
  13. Arare
  14. Navette
  15. Aroniabeeren
  16. Mangostan
  17. Gebrannte Kürbiskerne
  18. Palmenherzen

Geschmackvolle Höhepunkte

Einige Lebensmittel sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Die leckerste Frucht war meiner Meinung nach die Kaktusfeige, die ich unbedingt wieder mal probieren muss. Vom Aussehen her sind wohl die Pitahaya (pink geflammte Schale, Geschmack etwas batzig) und die Lotusknolle (mit symmetrischen Löchern, erinnerte mich an eine feste Gurke) die Gewinner dieses Jahres.

Die Kartoffel-Tortilla habe ich mit zwei Freunden gekocht, das typisch spanische Gericht war sehr herzhaft. Besonders vielseitig fand ich Topinambur, das roh wie Kokos schmeckt, gekocht wie Süßkartoffeln und gebraten ein bisschen nach Karotte.

Sehr enttäuscht hat mich der Lupinen-Brotaufstrich. Er schmeckte leicht bitter und bestand im Grunde genommen vor allem aus Kokosfett. Das mehlige Halva (russisch) war mir ein bisschen zu heftig, recht süß und ganz schön gehaltvoll. Es hat mich ans spanische Turrón erinnert, welches aber statt nach Sonnenblumenkernen nach Mandeln geschmeckt hat.

Den Szechuanpfeffer habe ich von einem sehr freundlichen Mitarbeiter aus dem Botanischen Garten probieren dürfen. Die kleinen Körner prickeln im Mund und betäuben die Zungenspitze für eine Weile. Die Schlangenfrucht (Salak) hat mir mein Nachbar aus seinem Urlaub auf Bali mitgebracht, trocken erdbeerig süß. Und was ich von Roquefort halten soll, weiß ich nicht genau. Der Käse ist so ein Zwischending von salzig, scharf, würzig und ein bisschen eklig – vermutlich würde ich ihn aber wieder probieren.

  1. Lotuswurzel
  2. Kombucha
  3. Mochi
  4. Pfifferlinge
  5. Jackfrucht
  6. Berberitzen
  7. Topinambur
  8. Hanfdessert
  9. Okraschoten
  10. Kiwano
  11. Cherimoya
  12. Pitahaya
  13. Hibiskusblüten (kandiert)
  14. Moltebeeren
  15. Litschi
  16. Maulbeeren

Übers Essen nachdenken

Auf der Suche nach unbekannten Lebensmitteln war ich 2017 oft mit einem ganz anderen Blick einkaufen. Ich ging oft ohne richtigen Plan durch einen Laden, um etwas zu finden, von dem ich noch gar nicht wusste, dass ich es gesucht hatte. Ich hab in russischen, chinesischen und arabischen Geschäften die Etiketten studiert, komisches Obst beschnuppert und Verkäufern ratlos Fragen gestellt. Ein paar Mal habe ich nach dem Einkauf gar nicht gewusst, was genau ich da jetzt mit nach Hause nehme (Okra? Sind das irgendwelche Blüten? Wie isst man eigentlich Maniok?). Und zwischendurch kam die Frage auf, wie ökologisch es eigentlich ist, exotische Dinge zu essen. Und ob es nicht viel mehr heimische Lebensmittel gäbe, die im Handel einfach kaum Beachtung finden? Es ist jedenfalls ein ziemlicher Wahnsinn, auf welche Esswaren aus aller Welt wir heutzutage Zugriff haben.

Was ich mir für 2018 vornehme, weiß ich übrigens noch nicht genau. Vielleicht, jeden Tag ein bisschen an einem Schriftentwurf zu arbeiten, damit die Schrift in einem Jahr fertiggestellt ist.

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Sonstiges

Warum „Charakterziffer“?

Das Wort kombiniert Persönlichkeit (Charakter) mit Sachlichem (Ziffer). Zusammengesetzt ergibt sich ein Synonym für Mediävalziffer, eine Zahlenvariante mit Ober- und Unterlängen.

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Wenn dein Browser eingebettete Schriften (WOFF/WOFF2) unterstützt, dann liest du die Fließtexte hier in der Source Sans Pro von Paul D. Hunt, erschienen 2012 bei Adobe.

Die Überschriften sind aus der czSlab gesetzt, die ich für dieses Blog gestaltet habe. Sie orientiert sich an Yanones viel ausgefeilterer Antithesis von 2014.


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Website zuletzt erstellt: 2018-02-21T13:49:54+01:00